Naturdenkmale

Naturdenkmale in Lenningen

Oberes Lenninger Tal

In Lenningen gibt es insgesamt 29 als Naturdenkmal geschützte Objekte, davon sind 21 flächenhafte Naturdenkmale (FND) und 8 sind Einzelgebilde-Naturdenkmal (END). Alle Naturdenkmale und vieles mehr sind auf der Karte der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg verzeichnet.

Konradfelsen mit Basaltblockhalde und Aibereschloch

 

Der Konradfels ist eine aus Basalttuff bestehende Felsnadel zwischen bei Oberlenningen im Lenninger Tal am Nordrand der Schwäbischen Alb. Er gehört zum Uracher Vulkangebiet und ist als Geotop und Naturdenkmal ausgewiesen.

Dieser tertiäre Vulkanschlot enthält u. a. magnetische Minerale, weswegen der Kompass mißt.

 

 

Konradfels Vulkanschlot

Kesselfinkenloch mit Felspartie und Frühmeßfels

 

Das Kesselfinkenloch ist eine Höhlenruine am Albtrauf beim Lenninger Ortsteil Hochwang.

Das Kesselfinkenloch ist eine eingestürzte Doline die etwa 10 m breit, 15 m lang und 10 m tief im Massenkalk (Korallenablagerungen). Das Loch entstand durch den Einsturtz einer Höhle. Es ist nur noch der Höhleneingang als mächtiger Steinbogen („Arch“) erhalten geblieben.

m Dreißigjährigen Krieg soll die Höhle einem Kesselflicker namens Fink Zuflucht geboten haben, daher der Name Kesselfinkenloch.

Das Kesselfinkenloch ist auch als Geotop geschützt.

Kesselfinkenloch

Steinbruch im Gewann Obere Ulrichshalde

 

Der ehemalige Steinbruch Lauster im Gewann „Ulrichshalde“ nördlich von Schopfloch bei Lenningen ist heute als Bio- und Geotop Teil eines Naturschutzzentrums. Er ist seit 1997 unter dem Namen Steinbruch im Gewann Obere Ulrichshalde als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen.

 

 

Ursprünglich baute die Firma Karl Hoyler aus Ochsenwang ab 1929 bei Schopfloch Gestein ab, um Schotter für den Straßenbau herzustellen. Nachdem Hoyler die Arbeiten in dem Steinbruch aber bald wieder eingestellt hatte, übernahm 1949 die Firma Lauster aus Bad Cannstatt das Gelände. Bis 1974 baute Lauster in der Grube Juramarmor aus dem Weißjura epsilon ab. Steinblöcke von mitunter mehr als zwei Kubikmetern wurden durch Bohrungen und Keile gebrochen und dann in das Hauptwerk der Firma Lauster gebracht, wo sie zu Platten für den Innenausbau, etwa für Treppen, Fliesen und Fensterbänke, weiterverarbeitet wurden. Da der „Schopflocher Marmor“ nicht frostbeständig ist, blieb die Nutzung des gelbgrauen Kalksteins auf diese Bereiche beschränkt.

 

1974 gab Lauster den Steinbruch auf. Auf dem drei Hektar großen Gelände entwickelte sich ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, so dass im Jahr 1985, als der damalige Eigentümer beim Landratsamt Esslingen die Auffüllung und Rekultivierung des Steinbruchs bewilligen lassen wollte, diese Pläne abgelehnt wurden. 1986 übernahm der Landkreis Esslingen das Gelände von der Firma Moeck, um auf und neben dem Steinbruchgelände ein Naturschutzzentrum einzurichten. Dieses wurde 1989 eröffnet und wird seit 1995 vom Land Baden-Württemberg und dem Landkreis gemeinsam getragen. Jährlich bietet es etwa 300 Veranstaltungen, darunter auch Führungen in den ehemaligen Steinbruch Lauster, an. August 2010 wurde das Naturschutzzentrum erweitert. Das Naturschutzzentrum ist ein Informationszentrum im UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbische Alb und eine Infostelle im Geopark.

 

Das alte Firmenschild Lausters wurde im Steinbruch wiedergefunden, restauriert und am Eingang angebracht. Ferner sind in den Felsen und Steinblöcken zahlreiche Bohrlöcher und Halterungen für Kühlwassertanks zu sehen. Im Steinbruch ist noch eine Umspannstation erhalten. Die alten, mit Natursteinen verkleideten Eingangspfosten sind ebenfalls erhalten geblieben.

Ehemaliger Steinbruch Lauster

Weitere geschützte flächenhafte Naturdenkmale

 

Vulkanembryo im Gewann Steigäcker, am Engelhof

Lämmlesfels mit Höhle und Himmelreichfels

Magerrasen im Gewann Buchenrain

Magerrasen im Gewann Bühl

Magerrasen im Gewann Bulz

Mittagsfelsen mit Felspartien

Schlucht mit Höhle im Gewann Klingelgraben (Klingelgrabenbröller)

Schrofelfels mit Höhlen

Baumgruppe beim Schafhaus

Felspartie Hohes Greut

Felspartie Rauber, Ruine Rauber

Feuchtgebiet im Gewann Hinter der Burg, unter halb der Burg Sulzburg

Feuchtgebiet im Gewann Rinne (Schmale Wasserrinne)

Feuchtgebiet im Gewann Wetterbiegel

Feuchtwiese mit Tümpeln und Doline Binsenlache, hinter der Skipiste Pfulb

Friedrichstürme und Friedrichsfels

Gerstalfels und Listnadel

Hölloch im Gewann Hirschtal

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