Lenningen

 

Das Lenninger Tal

eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

 

Lenningen ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und Der Lenninger Talschluß ist seit April 2017 ein Geopoint.

 

Das Lenninger Tal im Landkreis Esslingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Das Lenninger Tal greift weit in die Juratafel der Schwäbischen Alb ein und verästelt sich zu mehreren Talschlüssen.

Bedingt durch die Lage am Rand der bevölkerungsreichen Region Stuttgart wird das Lenninger Tal stark besucht. Es überwiegt der Tagestourismus. Der Teckberg mit der Burg Teck ist die Hauptattraktion des Lenninger Tals. Am Rand des Lenninger Tals gibt es zahlreiche Aussichtspunkte. Mehrere Burgruinen finden sich im oder am Rand des Tals. Immer wieder ragen Weißjura-Felsen aus den Wäldern des Albtraufs hervor. Einige dieser Felsen sind beliebte Kletterziele. Die Lenninger Lauter entspringt in mehreren interessanten Quellen. Über das Lenninger Tal erstreckt sich ein ausgedehntes Wanderwegenetz.

 

Karte Lenningen

 

 

 

 

 

Lenninger Alb – mehr Alb geht nicht

Lenninger Talschluss

 

Die Lenninger Lauter hat sich in geologisch junger Zeit tief in die Alb eingeschnitten. Heute beginnt sie ihren Lauf etwa 9 km vom Nordrand der Alb entfernt mit drei Quellbächen: Schwarzer Lauter, Donnbach und Weißer Lauter. Dieses „Obere Lenninger Tal mit Seitentälern“ ist heute mit 593 Hektar das größte Naturschutzgebiet im Landkreis Esslingen. Diese großartige Landschaft hat viele geologische Highlights zu bieten. Eines davon liegt im Talkessel von Gutenberg. Hier im Quellgebiet der Weißen Lauter, der nahegelegenen Pfulb und dem Hasental verläuft heute die europäische Wasserscheide zwischen dem alten danubischen Flusssystem und dem jungen rheinischen Gewässernetz, zu dem der Neckar mit seinen Nebenflüssen gehört.

 

 

Die Lenninger Alb wird hauptsächlich mit sportlichen Activitäten in Verbindung gebracht.

Die Lenninger Alb ist von Stuttgart aus der am schnellsten erreichbare Teil der mittleren Alb – und entsprechend beliebt: Reußenstein und Kesselwand mit zusammen fast 300 Routen gehören definitiv zu den Topspots der Schwäbischen Alb. Doch das Gebiet hält noch weitere, teils kleine, aber feine schwäbischen Spezialitäten bereit, die zu verkosten es sich durchaus lohnt. Da wären zum Beispiel die Parkplatzfelsen bei der Burg Hohenneuffen, berühmt für ihren fast nicht wahrnehmbaren Zustieg und die leichten Anfängerrouten. Der Große Friedrichsturm ist mit seinen langen Sportkletter-Klassikern Pflicht für jeden ernsthaften Septogradisten, bei den ruhig gelegenen Tobelfelsen entschädigen großzügige, teilweise alpin angehauchte Routen für den langen Zustieg und den Gelben Fels darf man auch nicht vergessen. Auch andere sportliche Activitäten kommen auf ihre kosten, wie z. B. mountenbiken, walking, wandern oder einfach nur einen kleinen Spaziergang machen und vieles mehr.

Was sind Geopoints und für was sind die

Geopoints sind als UNESCO Geopark Gütesiegel zu verstehen.

Das Netz der Geopark-Infostellen soll nun mit den sogenannten Geopoints ergänzt werden. Die Geopoints sollen zu einer flächendeckenden Verbreitung der Geopark-Marke beitragen. Geopoints sollen an geologischen Einzelobjekten der Schwäbischen Alb sowie bei Einrichtungen errichtet werden, die keine Infostellen sind.

 

Die Hardware eines Geopoints besteht aus einer quadratischen Tafel. Sie enthält das Logo des Geoparks Schwäbische Alb, den Namen des Geopoints in deutsch und teilweise in englisch sowie einen QR-Code, mit dem weitere Infos zum Geopoint abgerufen werden können.

 

Es ist geplant, dass weitere Geopoints auf Antrag der öffentlichen oder privaten Eigentümer der jeweiligen Objekte vergeben werden.

 

Geopoints in Lenningen

Binsenlache im Hasental Pfulb

Gußmannshöhle

Gutenberger Höhle

Höllsternquelle Gutenberg

Lenninger Talschluss

Lösungsdoline Hasental bei Pfulb

Sinterterrassen/Sintertreppe Weiße Lauter

 

Folgende Geopoints sind auch Geotope

 

Binsenlache im Hasental, Höllsternquelle Gutenberg,

Lenninger Talschluss, Sinterterrassen/Sintertreppe Weiße Lauter und Lösungsdoline Hasental bei Pfulb.

 

 

Einige Highlights in Lenningen. Die Geopoints sind ebenfalls auf der Karte.

 

Weitere Ausflugs- und Reisemöglichkeiten gibt es hier

Grandiose Bilder mit 360° von der Ruine Sulzburg

 

Eigene Bilder von der Ruinen könnt ihr selber hinzufügen.

Klösterle Unterlenningen

 

Eine gelegentlich in der Literatur vermutete klösterliche Niederlassung in Unterlenningen ist in den Quellen nicht hinreichend belegbar.

Das Alter und die Herkunft der lokal gebräuchlichen Bezeichnung "Klösterle" für ein inzwischen abgetragenes Gebäude am Fuß der Sulzburg konnten bisher nicht geklärt werden, auch bauhistorische Daten fehlen.

 

Denkbar ist ein Zusammenhang mit den Gütern und Rechten, die das Kloster Kirchheim in Unterlenningen besaß.

 

Belegt ist in Unterlenningen dagegen eine vorreformatorische Wallfahrt zu einem Hemd der Heiligen Berta, allerdings ohne weitere Hinweise auf deren Träger oder bauliche und geistliche Einrichtungen.

 

MANFRED WASSNER

 

 

 

LITERATUR

-H. BAUSINGER: Wallfahrten im Kreis Ludwigsburg. In: Hie gut Württemberg. Beilage zur Ludwigsburger Kreiszeitung 11/12 (1957) und 1/2 (1958).

Nidern Lendingen 1353

 

Vor 1292 die beiden Lenningen in der Überlieferung nicht unterschieden. 1353 erstmals Nidern Lendingen. Ein Reihengräberfriedhof auch bei Unterlenningen bezeugt schon die Zweiteilung der Siedlung für das 6./7. Jahrhundert Herrschaftsentwicklung und Amtszugehörigkeit wie bei Oberlenningen.

 

Ersterwähnung 1275

Vor 1335 eigene Pfarrei in Unterlenningen. Im 15./16. Jahrhundert bestanden sogar 2 Kirchen, St. Paul (so 1275) und St. Ulrich. Um 1500 war Unterlenningen Wallfahrtsort. Das Unterlenninger »Klösterle« war vermutlich eine Beginenklause. 1534 bis 1552 Filial von Oberlenningen, dann wieder eigene Pfarrei. Die evangelische Pfarrkirche ein einfacher Rechtecksaal von 1767/69 mit Westturm und spätgotischer Chor. Katholisch nach Oberlenningen eingepfarrt.

 

 

Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg

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