Kulinarisches
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Schwäbische

Spezialitäten

 

 

Die Maultaschen

Tasty Tasches

 

Maultaschen sind ohne Zweifel das kulinarische Flaggschiff, das Nationalgericht des Ländles. Die schwäbischen Maultaschen gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Seit einiger Zeit sind Schwäbische Maultaschen durch eine Verordnung der EU in einer Herkunftsbezeichnung geschützt. Die mittlerweile wohl bekannteste schwäbische Spezialität hat sich in den letzten Jahren als Exportschlager erwiesen. Die sogenannten Maultaschen haben bis in den hohen Norden, sogar in Russland und den USA ihre Anhänger gefunden.

 

„Herrgottsbscheißerle“ ist ihr Kosename, wurden sie doch – so sagt es die Legende – einst von Mönchen in Maulbronn erfunden, um das Fleischverbot in der Fastenzeit zu umgehen, da der Herr im Himmel das eingewickelte Fleisch nicht sehe (deswegen auch der Spinat in der Füllung). Ob als Einlage in einer kräftigen Rinderbrühe, mit gerösteten Zwiebeln geschmälzt oder in Streifen mit Ei angebraten, Maultaschen lassen sich immer wieder anders zubereiten. Mit unterschiedlichen Füllungen lassen sie sich weiter variieren.

 

Schwäbischer Kartoffelsalat

 

Der König unter den Salaten ist im Schwabenland eine "heilige" Angelegenheit. Man munkelt, dass die Bräute vor der Hochzeit diesen Salat den zukünftigen Schwiegermüttern servieren müssen, und diese gestandenen Schwäbinnen entscheiden dann, ob die Braut für würdig befunden wird, ihren Sohn überhaupt heiraten zu dürfen.

 

 

Die schwäbischen Linsen und Spätzle

 

Bei keinem anderen „schwäbischen Nationalgericht“ scheiden sich so die Geister, wie bei den Linsen, Spätzle und Saitenwürstchen - “Soida mit Lensa und Schpätzle“. Die einen lieben das Gericht. Sie könnte es jeden Tag verspeisen. Die anderen mögen es überhaupt nicht. Ob Leibspeise oder nicht, Fakt ist dieses Gericht ist eines der wichtigsten in der schwäbischen Küche. Also bei der nächsten Einladung, die sie zum Essen aussprechen, nicht jedes Nordlicht liebt die Zusammenstellung dieses Gerichts.

Wie die meisten Klassiker der schwäbischen Küche, wurde auch dieses Gericht, in der sogenannten Arme-Leuteküche entdeckt. Linsen waren nahrhaft, sättigend und leicht zu lagern. Wenn im Winter keine saisonalen Gemüse auf den Feldern wuchsen, griff man auf die getrockneten Linsen zurück. Diese wurden zumeist auf der Schwäbischen Alb angebaut. Dort gedeihen sie besonders gut, denn Linsen benötigen für ein perfektes Wachsen einen kargen, kalkhaltigen Boden.

Damals war das Gericht fleischlos. Die Variante mit den Saitenwürstchen kam erst viele Jahre später auf. Heute findet man Linsen, Spätzle und Saitenwürstchen, auf vielen Speisekarten der typisch schwäbischen Lokale, aber auch in den heimischen Küchen wird das Winteressen zubereitet.

 

Gaisburger Marsch

 

Ist ein traditionelles schwäbisches Eintopfgericht, das als Besonderheit die Beilagen Kartoffeln und Spätzle miteinander vereint. Zur Zubereitung wird eine kräftige Rinderbrühe mit Ochsenfleisch und Suppengrün gekocht. Das Fleisch wird in Würfel geschnitten und mit gekochten Kartoffeln und Spätzle auf einem Teller angerichtet. Die heiße Brühe wird darüber gegossen und mit in Butter goldbraun gebratenen Zwiebeln sowie gehackter Petersilie serviert.

 

Der Name „Gaisburger Marsch“ soll daher rühren, dass im 19. Jahrhundert Stuttgarter Offiziersanwärter eine Vorliebe für einen kräftigen Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln entwickelten, der in der im nahen Gaisburg befindlichen Gaststätte Bäckerschmide serviert wurde. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der Berger Kaserne in dieses Wirtshaus eine gewisse militärische Marschordnung einhalten mussten, trug das Gericht letztlich den Namen Gaisburger Marsch.

 

Einer anderen Version nach kamen die Gaisburger Männer angeblich in Kriegsgefangenschaft, und ihren Frauen wurde erlaubt, sie mit einer Schüssel Essen pro Tag zu versorgen. In diese Schüssel wurde alles getan, was gut schmeckte und nahrhaft war. Damit marschierten die Frauen dann jeden Tag zu ihren Männern.

 

Im namensgebenden Stuttgarter Stadtteil Gaisburg wird die Geschichte dieses Gerichts einmal jährlich in den Sommermonaten mit einem mehrtägigen Fest gefeiert.

Die Gaststätte Bäckerschmide in Stuttgart-Gaisburg

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