GeoPark

Was ist ein Geopark?

 

Der Begriff „Geopark“ ist ein Prädikat für Gebiete, die über ein besonders reichhaltiges geologisches Erbe verfügen. Neben dem Schutz dieses Erbes und der Vermittlung geologischer Themen im Rahmen der Umweltbildung gehört die nachhaltige Regionalentwicklung ebenso wie die wissenschaftliche Forschung innerhalb des Parks zu den Aufgaben eines Geoparks.

In Geoparks wird die Geschichte der Erde im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ und aktiv erlebbar. Geoparks machen sichtbar und verständlich, wo welche Gesteine und Rohstoffe unter unseren Füßen verborgen sind und wie die Geologie die Entstehung der uns umgebenden Landschaft sowie deren Nutzung beeinflusst hat.

Geoparks enthalten geologische Sehenswürdigkeiten- so genannte Geotope - beliebiger Größe oder ein Ensemble mehrerer Geotope, die von regionaler und nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind. Bei geführten Wanderungen, über speziell auf die Bedürfnisse der Besucher zugeschnittene Bildungs- und Erlebnisangebote oder durch Informationstafeln an ausgewählten geologisch oder geomorphologisch interessanten Stellen können die Besucher spannende und oft auch überraschende Einblicke in die Millionen Jahre umfassende Entwicklungsgeschichte der Region gewinnen. Diese Form der besonderen Nutzung trägt zum Schutz des erdgeschichtlichen Erbes bei, das wichtigster Bestandteil eines Geoparks ist.

Nationale GeoParks?

 

Das Gütesiegel „Nationaler GeoPark in Deutschland“ wird von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, dem Dachverband der geowissenschaftlichen Vereinigungen in Deutschland, verliehen. Die Zertifizierung als Nationaler GeoPark setzt die Einhaltung von festgelegten Qualitätskriterien voraus. So muss es sich dabei um ein großräumiges Gebiet mit klar definierten Grenzen und einem überregional bedeutenden geologischen Erbe handeln. Die geologischen Sehenswürdigkeiten sind der Öffentlichkeit zugänglich, werden vor Ort erläutert und miteinander vernetzt. Darüber hinaus zeichnet sich jeder Nationale GeoPark durch ein einzigartiges Profil aus. Neben diesem Alleinstellungsmerkmal sind außerdem ein Leitbild, eine stabile Organisationsform, sowie eine gesicherte Finanzierung, zwingend erforderlich.

Nationale GeoParks in Deutschland

 

Derzeit gibt es 16 Nationale GeoParks in Deutschland.

 

GeoPark Schwäbische Alb

GeoPark Ries

GeoPark Ruhrgebiet

GeoPark Bayern-Böhmen

GeoPark Bergstraße-Odenwald

GeoPark Eiszeitland am Oderrand

GeoPark Grenzwelten

GeoPark Harz.

Braunschweiger-Land . Ostfalen

GeoPark Inselsberg - Drei Gleichen

GeoPark Kyffhäuser

GeoPark Laacher See

GeoPark Muskauer Faltenbogen

GeoPark Porphyrland. Steinreich in Sachsen

GeoPark Ries

GeoPark TERRA.vita

GeoPark Vulkaneifel

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

 

Geoparks in Deutschland, aktualisierte Karte

UNESCO Global Geopark?

 

UNESCO Global Geoparks sind Stätten mit besonderem Wert im internationalen Maßstab und Regionen mit einer einzigartigen Landschaft, besonderen Fossil- oder Mineralfundstellen oder bedeutenden geologischen Formationen. Sie sollen den Menschen vor Ort ihr geologisches Erbe näher bringen, Identifikation mit der Region schaffen und Tourismus und Regionalentwicklung fördern.

Im November 2015 hat die UNESCO die Entscheidung getroffen, dass Global Geoparks den Titel "UNESCO Global Geopark" tragen dürfen.

 

Aus Deutschland sind derzeit sechs Regionen Mitglied im Weltnetz der UNESCO Global Geoparks.

 

Schwäbische Alb

Bergstraße-Odenwald Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen

Muskauer Faltenbogen

TERRA.vita

Vulkaneifel

Randecker Maar

Geotop, Das Randecker Maar

Hohle Fels UNESCO Weltkulturerbe

Deutscher Fransenenzian

Deutscher Fransenenzian

Sulzburg Unterlenningen

Sulzburg Unerlenningen(Eingang zur Hauptburg)

Die Schwäbische Alb ein

UNESCO Global GeoPark

 

Was ist ein UNESCO Global Geopark?

Die Schwäbische Alb

 

vor mehr als 200 Millionen Jahren

 

Eine Zeitreise als es noch Korallenriffe, Schwammriffe, Lagunen und Inseln gab.

 

Gesteinsschichten,

vom Keuper, über den Jura, bis hin zur Verkarstung

 

Urach - Kirchheimer Vulkangebiet, auch Schwäbische Vulkane genannt

 

 

Nationaler Bedeutung

 

In der bundesdeutschen Liste der Geotope von nationaler Bedeutung sind acht Geotope der Schwäbischen Alb aufgeführt: Darunter das Obere Donautal, der Meteorkrater Steinheimer Becken, das Lonetal, der Mössinger Bergrutsch, der Vulkankegel Höwenegg, der Blautopf mit der Blaubeurer Alb,

Holzmaden mit dem Museum Hauff und das Randecker Maar.

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